Anfang der 60er Jahre

Aufbau der Sportschule

Anfang der 60-er Jahre begann man mit dem Aufbau. Teilweise überschnitten sich dabei logischerweise der Abriss und Aufbau. Unter den gegebenen klimatischen Bedingungen, eine Höhenlage von etwa 900 m über NN, und damit von Oktober/November bis etwa April winterliche Verhältnisse, komplizierten den Abriss und Aufbau. An ein stabiles Straßennetz war noch nicht zu denken.

Die eigentliche Aufbauphase des Internat- und Sportkomlexes fand  in der Zeit zwischen 1963 bis 1967/68 statt.
1962-1963
wurden ein vorläufiges Heizhaus und vier Häuser, die als provisorische Internate und als Wohnungen für Mitarbeiter dienten, saniert und später entstand ein Wohngebiet daraus.
Die alte Poliklinik (heute unser Jugendgästehaus-Haus 8) wurde als Behelfsküche und Speisesaal umgebaut. Und der alte Speisesaal diente als Behelfskraft- und Sportraum.

Zwischenzeitlich entstand in der Zeit von 1965 bis 1967 ein Kesselhaus mit einem Kohlebunker für Brikettheizung, Weiterhin baute man von 1967 bis 1968 das ehemalige Klubhaus (heutiges Seminargebäude) der Wismut zu einem Mehrzweckgebäude um und aus. Das Erstaunlichste an dieser Entwicklung: 1963 ging es mit dem „Lehrgangsbetrieb“ schon los.

 

Vom schwierigen Beginn ab 1963

Aufbau der Sportschule - 1963 eröffnet als Sportschule des Deutschen Turn-und Sportbundes der DDR

Der Anlauf des Lehrgangsbetriebes war kompliziert. Vieles musste improvisiert werden.
Am 1. Januar 1963 sollte es richtig losgehen. Aber auf dem Rabenberg streikte die provisorische Heizungsanlage. Der Auftakt wurde kurzerhand in eine Johanngeorgenstädter Kaserne verlegt und termingerecht ging es am 3. Januar 1963 doch los. Der Startschuss auf dem Rabenberg erfolgte dann etwas später.

Nach Beginn des Lehrgangsbetriebes im Januar 1963 war das Angebot an Trainer und Sportler zur Erfüllung der hochgesteckten Erziehungs- und Ausbildungsziele folgendes:
- Viel Wind ... Regen ... Sonne ... Schnee ... Nebel ... Schlammperioden
- Wohnungen als Internate
- eine Behelfsküche... einen Behelfskraft- und Sportraum.
Bis 1968 mauserte und profilierte sich das Objekt langsam zu einer "Sportschule". Da aber vieles geheim gehalten wurde, vermuteten die Einwohner im Tal den Bau einer "Raketenabschussrampe"
Zeitraum von 1966 bis 1968: Stück um Stück wurden bis 1968 die verschiedenen Bauprojekte fertig gestellt und zur Nutzung freigegeben.

Nun gab es auf dem Rabenberg unter anderem zwei Internate, eine Sporthalle mit Schwimmbad, ein Mehrzweckgebäude mit Saal für Kulturveranstaltungen, Seminarräume, ein Heizhaus mit Kohlenbunker, ein Rasenplatz mit 400-m-Laufbahn, ein Hartplatz für Volleyball, Basketball u. a. Spielarten und ein Wohngebiet mit 32 Wohneinheiten und 105 Einwohnern.

 

Von 1968 bis 1988 – 25 Jahre Sportschule Rabenberg

Die Offizielle Einweihung am 04.01. 1968

Endlich war es soweit. Am 4. Januar 1968 wurde die „Sportschule des DTSB der DDR“ offiziell eingeweiht. Sportfreund Erich Riedeberger, Mitglied des Präsidiums des DTSB, Vizepräsident und Verdienter Arbeitersportler, sprach zu den Mitarbeitern und Gästen.

Auf dem Rabenberg wurde auch nach der Eröffnung weitergebaut. Der Rollrasen wurde durch neuen ersetzt. Die Laufbahn bekam ihren Sprintanbelag. Es entstanden zwei Bungalows für Urlauber. Aber das Herausragende zur damaligen Zeit war eine „Mehrzweckhalle" mit Kraftraum und speziellem Gewichtheberraum. Nun konnte der Lehrgangsbetrieb noch effektiver durchgeführt werden, gab es doch im Leistungssport immer höhere Zielstellungen. Der Lehrgangsbetrieb in der Spotschule lief auf vollen Touren. Von der Leistungsspitze bis zum Nachwuchs - vom Leistungssportler bis zum Volkssportler - waren Gruppen auf dem Rabenberg. Wie viele Olympiasieger, Medaillengewinner, Welt- und Europameister, Weltrekordler waren auf dem Rabenberg? Keiner weiß es.
Namen wie Gustav Adolf Schur; Manfred Losch; Margitta Gummel; Hans-Georg Aschenbach; Jens Weißflog; Roland Matthes; Harry Glas; Jürgen Haase und viele verschiedene Nationalmannschaften trainierten bei uns.

Den internationalen Charakter der Sportschule repräsentierten viele Sportdelegationen, vor allem aus den ehemaligen sozialistischen, aber auch aus den westlichen Staaten. Selbst Sportler der „Dritten Welt" nutzten die Sportschule Rabenberg zur Sportförderung in ihren Ländern.

Der langjährige Geschäftsführer Andreas Decker befand sich im Februar 1970 als Sportler“ Rudern“ in der Einrichtung und hätte sich nicht träumen lassen, dass er die Einrichtung das zweite Mal bauen darf!

So schließt sich erst einmal der Kreis bis zum 25-jährigen Jubiläum. Etwa 100.000 Sportler, Trainer, Wissenschaftler, Mediziner und Funktionäre waren bis 1988 Gast an der Sportschule.